HPV-Impfung

Seit Dezember 2006 ist erstmalig ein Impfstoff gegen HPV-Viren zugelassen. HPV-Viren gelten als Auslöser einiger Krebsarten, so insbesondere für den häufigen Gebärmutterhalskrebs.

Die HPV-Viren werden in aller Regel über den Geschlechtsverkehr übertragen und gelten als die häufigste virale Geschlechtskrankheit, die neben bösartigen Zellveränderungen auch Auslöser z. B. der Feigwarzen ist. Studien zeigen, dass sich etwa 70% aller Menschen im Laufe ihres Lebens anstecken werden. Auch Kondome bieten bei diesen extrem kleinen Viren keinen sicheren Schutz.

Gegen die beiden gefährlichsten Typen der HPV-Viren (16/18) schützt die neue Impfung. Ohne vorherige Infektion ( bisher kein Geschlechtsverkehr oder Ausschluss einer Infektion durch einen HPV-Typisierungstest) kann durch die Impfung ein hundertprozentiger Schutz gegenüber den geimpften Virentypen erreicht werden und damit wahrscheinlich etwa 70% der Gebärmutterhalskrebse verhindert werden.

Aus medizinischer Sicht ist es deshalb empfehlenswert, alle Mädchen und Frauen (und wegen der Weiterverbreitung bzw. des ebenfalls durch HPV-Viren ausgelösten Peniskarzinoms auch Jungen und Männer) im geschlechtsfähigen Alter zu impfen.

Die Impfung erfolgt zweimal bzw. dreimal im Abstand mehrerer Monate, gilt als sehr nebenwirkungsarm und ist zugelassen für Mädchen ab 9 Jahren. Eine vorherige vaginale Untersuchung, insbesondere bei jungen Mädchen, ist nicht notwendig.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung zwischen zwölf und siebzehn Jahren, teilweise auch bis 26 Jahre. Da Änderungen hier allerdings an der Tagesordnung sind, informieren Sie sich bitte in der Praxis über den aktuellen Stand.