Ringelröteln

Ursache der Ringelröteln ist eine Infektion mit dem humanen Parvovirus B19. Die Übertragung der Ringelrötelninfektion erfolgt durch eine sog. Tröpfcheninfektion, also in der Regel über Aushusten von Sekreten. Die Inkubationszeit beträgt 13-18 Tage.
Das Krankheitsbild beim Erwachsenen ist meist uncharakteristisch und wird deshalb selten als solches erkannt. Es kommt zu leichter Temperaturerhöhung und gelegentlich zu einem juckenden Erythem (Hautrötung) auf den Wangen sowie zu Gelenksbeschwerden (Arthralgien).
Eine Infektion hinterlässt eine wahrscheinlich lebenslang andauernde Immunität. Diese verhindert bei erneutem Kontakt mit dem Virus dessen Übertritt zum ungeborenen Kind.
Sollte die Mutter allerdings keine schützenden Antikörper besitzen, wird das Virus über den Mutterkuchen auf das Kind übertragen. Je nach Alter der Schwangerschaft führt dies unerkannt und unbehandelt im 1. Schwangerschaftsdrittel zur Fehlgeburt, im 2. Schwangerschaftsdrittel zu einem sog. Hydrops fetalis, dem ein Versagen des Herz- Kreislaufsystems zugrunde liegt und im letzen Schwangerschaftsdrittel evtl. zu einer Totgeburt. Ursache ist ein virusbedingtes Absterben der roten Blutkörperchen, was zu einer schweren Anämie (Blutarmut) führt, die mit einem Weiterleben des Kindes nicht vereinbar ist. In dieser Phase kann nur eine Bluttransfusion des Feten über eine Nabelschnurpunktion weiterhelfen.
Ob man Antikörper aufgrund einer in der Vergangenheit abgelaufenen Infektion hat oder nicht, lässt sich schnell mittels Blutuntersuchung klären. Diese sollte zu Beginn der Schwangerschaft oder sogar kurz vor einer Schwangerschaft durchgeführt werden. Ggf. sind Kontrollen um die 28.SSW sinnvoll.
Ähnliches gilt auch für die Toxoplasmose.